Gefährdungsanalyse (nach Maschinenrichtlinien)

Die Gefährdungsanalyse dient der Absicherung von Fertigungs- und Montageanlagen gegen gefährdende Auswirkungen auf den Menschen. Hierbei werden alle Systemzustände (Betrieb, Wartung, etc. ) bis hin zu deren vorhersehbarem Missbrauch berücksichtigt. Sie stellt eine wesentliche Basis für die Entwicklung einer Maschine dar und unterstützt den Konstrukteur / Entwickler bei Entscheidungen zu Sicherheitsfragen.

Gefährdungsanalysen sind für den Maschinenbau gesetzlich vorgeschrieben. Die Grundlage ist die EG-Maschinenrichtlinie (Verordnung zum Gesetz über technische Arbeitsmittel).  

Vorgehensweise

Zur Identifizierung der Gefahren wird zunächst eine PHA durchgeführt. Die daran anschließende Gefährdungsanalyse wird in einer dreispaltigen Tabelle dokumentiert und enthält:

  • die potenzielle Gefahr (auf Basis der Normung von EN 292-1)
  • die Gefahrensituation / das Risiko
  • die zur Gefahrenvermeidung zu berücksichtigende Maßnahme

Risikografik, basierend auf EN954-1, Anhang B

 

Darüber hinaus werden auch bereits verfügbare Aussagen aus einer FMEA (Produkt, Prozess) verwendet.

Nutzen

  • Erhöhung der Maschinen- und Anlagensicherheit
  • Kostensenkung durch Unfallvermeidung
  • Dokumentation zur haftungsrechtlichen Entlastung

 

Normen

Die Methoden zur Gefährdungsanalyse sind in den Europanormen beschrieben, z.B:

  • Anhang I der Maschinenrichtlinie 98 / 37 / EWG
  • EN 292, Teil 1 und 2  
  • EN 414
  • EN 954-1
  • EN 1050
  • DIN 60204-1 (Elektrische Ausrüstung von Industriemaschinen)
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