Reliability Prediction

Die Prediction wird entwicklungsbegleitend im Rahmen der Zuverlässigkeitsanalyse verwendet. Mit ihrer Hilfe ist es möglich, Ausfallraten von elektrischen oder elektronischen Bauteilen zu bestimmen, abhängig von deren Einsatz- und Umgebungsbedingungen. Die Ergebnisse fließen ein in die Methoden FMECA, FMEDA, FTA, aber auch in die Wartbarkeits- und
Verfügbarkeitsanalysen (RAMS).

Um die Ausfallrate eines Bauteils zu bestimmen, werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, welche sich auf die Lebensdauer der Komponente auswirken können:

  • Umgebungsbedingungen (z.B. Temperatur, Feuchtigkeit und Luftdruck)
  • Einsatzprofil (z.B. Automotive; Luftfahrt)
  • Verwendete Befestigungs- und Löttechnik
  • Elektrische Belastung im Betrieb
  • Mechanische Belastung im Betrieb
  • Neuheitsgrad und Art der Technologie
  • Güte der Entwicklungs-, Herstellungs- und Organisationsprozesse


Für die Durchführung einer Prediction stehen verschiedene Standards und Normen zur Verfügung:

  • 217 Plus (Nachfolge-Standard von Prism)
  • IEC TR 62380 (Nachfolge-Standard von RDF2000)
  • MIL-217 [F2] (wird nicht mehr gepflegt)
  • Telcordia TR/SR 
  • SN 29500 (Siemens-Norm)
  • FIDES Guide 2004 - Reliability Methodology for Electronic Systems


Für die Erstellung einer Prediction stehen außerdem verschiedene Tools zur Verfügung. Beispielsweise werden die vier erstgenannten Standards vom Programm "Reliability Workbench" der Firma Isograph unterstützt.

Das folgende Bild zeigt eine typische Eingabemaske für die Bauteilparameter eines Widerstandes in diesem Programm:

 

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