System-FMEA

Mit Hilfe der System-FMEA  (auch Produkt-FMEA System genannt) sollen frühzeitig Schwachstellen in der Systemauslegung identifiziert werden. Durch die Umsetzung der hieraus abgeleiteten Maßnahmen trägt die System-FMEA zur Erhöhung der Systemsicherheit, -zuverlässigkeit und -verfügbarkeit bei.

 

Durchführung und Ergebnisse:

Bei der Durchführung der System-FMEA werden Versagensarten aller Betrachtungselemente eines Systems im operativen Einsatz untersucht. Die Fehlerfolgen beschreiben das tatsächliche Systemverhalten bei Eintritt des Fehlerzustandes, unter Berücksichtigung der implementierten Fehlererkennungen und Fehlerreaktionen.

Die System-FMEA zeigt auf, dass durch die Definition von zusätzlichen Fehlererkennungsmechanismen und Fehlerstrategien die Auswirkungen eines Fehlers reduziert werden können. Somit kann die System-FMEA auch zur Ableitung von Design- und Systemrequirements verwendet werden.


Einzelschritte bei der Durchführung:

  1. Funktionale Durchsprache des zu untersuchenden Systems.
  2. Strukturaufbruch
  3. Definition von Funktionen
  4. Definition von Fehlfunktionen und deren Ursachen
  5. Bewertung der Auftretenswahrscheinlichkeit der Fehlerursachen im Feld
  6. Beschreibung und Bewertung der Fehlererkennungsmechanismen des Systems
  7. Beschreibung der tatsächlichen Fehlerfolge im operativen Einsatz, unter Berücksichtigung der implementierten Fehlerreaktion
  8. Auswertung und Bewertung der Ergebnisse
  9. Optimierungsmaßnahmen zur Reduzierung des Risikos

 

 

Kundennutzen:

  • System- und Konzept-Überprüfung
  • Definition von Fehlerstrategien (Fehlererkennungen und Fehlerreaktionen)
  • Präventive Beurteilung und Verbesserung der Systemauslegung bezüglich potentieller Fehlerzustände
  • Dokumentation des Expertenwissens

 

Norm:

Die Durchführung der System-FMEA erfolgt in Anlehnung an VDA, Bd. 4.

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