Test und Compliance Engineering

Compliance Tests dienen dazu, Geräte und Komponenten auf konformes Verhalten bezüglich ihrer Spezifikation zu prüfen. Dies findet Anwendung bei:
a) den spezifizierten Eigenschaften und Funktionen des Gerätes
b) dem spezifizierten Verhalten des Gerätes im Fehlerfall

Compliance Tests sind keine Qualifikationstests zur Fehlerbehebung, jedoch können Debug-Informationen ein Nebenprodukt der Tests sein, abhängig davon, wie detailliert die erwarteten Testergebnisse vorgegeben sind. Compliance-Tests müssen nachvollziehbar und die Ergebnisse reproduzierbar sein. Aus diesem Grund werden ein eindeutig definierter Testaufbau, eindeutige Startbedingungen und ein klarer Ablauf vorgeschrieben.

Die zu testende Komponente (Device Under Test = DUT) wird als BlackBox angesehen mit definierten Schnittstellen wie z.B. Stromversorgung und Netzwerkanschluss. Getestet wird nach einer Test Spezifikation, welche auf Grundlage der Geräte- bzw. Netzwerk-Spezifikation erarbeitet wird.

 

Beispielhafter Testaufbau (schematische Darstellung)


Ein erfolgreiches Compliance Engineering beginnt also schon im Rahmen des Requirements Engineering und begleitet das Produkt während seines kompletten Entwicklungsprozesses.

Nutzen des Compliance Engineerings

Durch die Einführung von verbindlichen Compliance Tests ergeben sich für den Systemintegrator verkürzte Testzeiten, da die grundlegenden Funktionen bereits durch die Compliance Tests garantiert werden.

Wir unterstützen Sie bei der Analyse der Spezifikation bezüglich der Eigenschaften und Funktionen, welche durch die Compliance Tests abgeprüft werden sollen und spezifizieren zusammen mit Ihnen die Testinhalte.

 

Praktisches Vorgehen für Fehlerreaktionstests

Im Rahmen einer FMEA werden mögliche Fehler eines Systems oder einer Komponente identifiziert. Ein möglicher Fehler einer Komponente hat ein bestimmtes Sollverhalten (Fehlerreaktion) des Gesamtsystems zur Folge und stellt die Basis zur Definition von Testfällen dar.
Daraus werden die Tests mit allen Randbedingungen, Aktionen und Reaktionen exakt formuliert. Bei der späteren Testdurchführung darf es zu keinem Interpretationsspielraum kommen.
Die so definierten Testfälle werden in eine Datenbank aufgenommen, in der sämtliche im Rahmen des Produktentstehungsprozesses durchzuführenden Tests beschrieben sind, z.B. für Prüfstände, Fahrzeug, oder "End of Line“.

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