Requirements Engineering (Anforderungsanalyse)

Der Ursprung des Requirements Engineering liegt im Bereich der Luftfahrt. Zunehmend findet das Requirements Engineering aber auch Anwendung in anderen Branchen, beispielsweise der Automobilindustrie, dort insbesondere im Bereich der Sicherheitsanalyse und der Sicherheitsnachweise (Safety Engineering).

 

Anwendungsbereiche

Die Anforderungsanalyse ist grundsätzlich anwendbar bei der Erstellung von Spezifikationen für Systeme, die auf Basis des V-Modells entwickelt werden. Dies betrifft insbesondere die Entwicklung sicherheitskritischer, komplexer Systeme.

Die Anforderungen können hierbei entweder in Textform (beispielsweise "DOORS“), in graphischer Form (beispielsweise "Rhapsody“) oder in einer Mischform vorliegen. Die Durchführung einer Anforderungsanalyse empfiehlt sich bereits in einer frühen Phase der Entwicklung. Auf diese Weise lassen sich die gewünschten Eigenschaften gezielt in das Produkt hineinentwickeln. Die Gefahr von kostspieligen Design-Änderungen wird reduziert.

Die Notwendigkeit einer sicherheitsrelevanten Anforderung wird durch den Safety Prozess und die damit verbunden Analyseverfahren (z.B. PHA, FTA, FMEDA) identifiziert.

 

Analyseschritte

Das Requirements Engineering umfasst verschiedene analytische Tätigkeiten im Rahmen der Entwicklung:

  • Erfassen von Anforderungen (Capturing)
  • Aufstellen von Anforderungen (Requirement Specification)
  • Überprüfung von Anforderungen (Validierung, Review) bezüglich vorgegebener Kriterien wie Strukturierung, Testbarkeit, Umsetzbarkeit oder Konsistenz mit der Safety-Architektur wie in RTCA/DO-178B und RTCA/DO-254 gefordert
  • Nachweis der korrekten Implementierung (Verifikation) der Anforderungen mit geeigneten Verfahren

 

Unser Schwerpunkt beim Requirements Engineering liegt in den Bereichen Zuverlässigkeit, Verfügbarkeit und Wartbarkeit und Sicherheit (RAMS).

 

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